Als Pflegekraft in der Zeitarbeit - wie ist das eigentlich so?

Ilona Beck-Fuchtler, Gesundheits- und Krankenpflegerin, 55 Jahre aus Niedersachsen erzählt uns von ihrer Motivation, ihren Erfahrungen, Erlebnissen und Wünschen. 

Wie lange arbeiten Sie schon im Bereich der Pflege und was hat Sie dazu bewogen, diesen Beruf zu erlernen?

Ich habe mit 19 Jahren meine Ausbildung  zur Krankenschwester gemacht. Eigentlich wollte ich Medizin studieren, aber der Numerus Clausus war zu hoch und deshalb habe ich mich erst einmal für die Ausbildung entschieden und bin dann dort hängengeblieben. Am Anfang bin ich in vielen Situationen kollabiert, weil ich mich geekelt habe. Aber die Ärzte haben mir damals gesagt: „Die Schwestern, die am Anfang Schwierigkeiten haben, werden am Ende die härtesten.“ Und so war das auch bei mir.  

Was motiviert Sie am meisten bei Ihrer Arbeit und was war Ihr bislang schönstes Erlebnis als Pflegekraft?

Ich bin ein „Terrier“ bei der Arbeit, das heißt ich arbeite gerne, intensiv und bin hartnäckig. Mir macht mein Beruf Spaß, ich habe Spaß mit den Patienten und ich versuche das auch anderen zu vermitteln. Ich finde es toll, dazu beizutragen, dass Patienten wieder gesund nach Hause gehen können.

Ich erinnere mich besonders an einen Fall. Das war ein über 50jähriger Patient, der Herz- und Atemprobleme hatte und bei dem schon alles ausprobiert wurde und nichts etwas gebracht hat. Der Mann war Choleriker und hat gefühlte alle drei Minuten geklingelt. Trotz dem er sich ständig beklagte,  habe ich ihm geglaubt, als er sagte, dass etwas nicht stimmt und den Oberarzt gerufen. Der hat ihn abgehört und ihn dann sofort als Notfall in eine Spezialklinik fliegen lassen, wo ihm eine neue Aortenklappe eingesetzt wurde. Einige Zeit später kam seine Frau zu mir in die Klinik und bedankte sich bei mir dafür, dass ich ihm das Leben gerettet habe.         

Was sollte in der Pflege allgemein verbessert werden?

Das Zeitmanagement sollte für alle in der Klinik eine  größere Rolle spielen. Wenn die eine Hand weiß, was die andere tut, dann bleibt am Ende auch mehr Zeit für den Patienten. Man sollte abwägen, was wirklich wichtig ist und da geht der Patient immer vor. Die Dokumentation ist wichtig, aber kann im Zweifel warten. Zudem sollte es mehr Motivationskurse für Pflegekräfte geben, denn viele wissen leider nicht mehr, warum sie das überhaupt machen, was sie machen.

Wie sind Sie auf uns gekommen und warum haben Sie sich für eine Anstellung bei Hire a Nurse entschieden?

Ich habe bis vor drei Jahren immer Vollzeit in einer Klinik in Leverkusen gearbeitet. Aber am Ende ging es nicht mehr, ich hatte keinen Spaß mehr und wollte nur noch weg. Dann bin ich nach Wirdum in Ostfriesland gezogen und habe dort erst einmal in der 1:1 Pflege gearbeitet. Ich habe aber schnell gemerkt, dass ich das Arbeiten in der Klinik vermisse. Dann habe ich durch Zufall auf Facebook eine Anzeige von Hire a Nurse gesehen und spontan angerufen. Nach einigen Telefonaten und Überlegungen ob nur Minijob oder mehr, habe ich mich entschieden, als Angestellte mit 24h/Woche bei Hire a Nurse in Arbeitnehmerüberlassung anzufangen. Ich hatte niemals vorher darüber nachgedacht, so etwas zu machen. Ich hätte aber auch nie gedacht, dass es im Bereich Pflege einen Arbeitgeber mit humanen Arbeitsbedingungen und leistungsgerechter Bezahlung gibt. Und dazu kommen auch noch die Reisekostenpauschale und der Verpflegungsmehraufwand.

Meine 3 Tage-Woche teile ich mir  so ein, dass ich 7 Tage am Stück arbeite und dann 7 Tage am Stück frei habe. Das habe ich mit Frau Lahn und Frau Knoll so abgesprochen. Außerdem mache ich keine Nachtdienste mehr, denn mit fast 56 Jahren kann ich körperlich nicht mehr so viel leisten und die zeitlichen Umstellungen haben mir schon zu schaffen gemacht. Das wissen die beiden auch und berücksichtigen es, wenn sie mir Angebote unterbreiten. Das Plus an Freizeit finde ich auf jeden Fall sehr attraktiv. Im Nachhinein betrachtet, hätte ich schon viel eher bei Hire a Nurse anheuern sollen. Das habe ich auch schon vielen KollegInnen gesagt.

In welchen Bereichen arbeiten Sie und welche Erfahrungen haben Sie bei Ihren Einsätzen in verschiedenen Häusern gemacht?

Ich arbeite am liebsten in der Inneren Medizin, ausnahmsweise auch in der Gynäkologie oder der Ambulanz. Schaukeldienste übernehme ich keine mehr, denn das kann  ich mir nun ja Gott sei Dank aussuchen. Wenn ich in das Haus komme, muss ich mich sofort ohne große Einarbeitung zurechtfinden und in das bestehende Team eingliedern. Ich habe meine eigene Arbeitsweise, aber das ist kein Problem, wenn am Ende alles klappt.

Ich habe gute Erfahrungen als Leihkraft gemacht und werde offen aufgenommen. Ich bin allerdings auch selbst ein offener Typ, der auf die Leute zugeht, direkt nachfragt und Probleme anspricht. Ich komme ja aus dem Rheinland und  trage mein Herz auf der Zunge. Ob man als Leihkraft glücklich wird, ist sicher auch eine Mentalitätsfrage.

Die Pflegekräfte vor Ort sind normalerweise dankbar, wenn  jemand kommt, der sie unterstützt. Frau Lahn und Frau Knoll kommen ja auch aus der Pflege und werden das sicher bestätigen können. Denn normalerweise fehlen in den Häusern bereits 7-8 Vollzeitkräfte, bevor eine Leasingkraft gerufen wird. Manchmal muss man aber auch klarstellen, dass man nicht die Praktikantin ist, sondern eine erfahrene Fachkraft.

 

Ihre Ansprechpartner zum Thema Arbeitnehmerüberlassung

Clary Knoll
+49 6341 556 58 99
ckn@hireadoctor.de

Susanne Lahn
+49 30 644 944 767
sla@hireadoctor.de