Aktivieren Sie JavaScript, um Ihre Datenschutzeinstellungen ändern zu können und zusätzliche Inhalte wie Videos nutzen zu können.

Als Pflegekraft in der Zeitarbeit - wie ist das eigentlich so?

Jiri Grundmann ist Fachpfleger für Anästhesie und Intensivmedizin und projektbezogen bei der Abamedis GmbH, Partner von Hire a Nurse, angestellt.

Herr Grundmann, warum haben Sie Ihre Anstellung in der Klinik aufgegeben?

Die Arbeitsbelastung wurde immer höher und ich hatte auch gesundheitliche Probleme, zum Beispiel konnte ich nach Nachtdiensten schlecht einschlafen. Da habe ich mir gesagt: „Ich schau mir das mal an bei Hire a Nurse.“

Und wenn Sie ihre Tätigkeit bei Hire a Nurse mit der in der Klinik vergleichen, was stellen Sie fest?

Ich habe wieder mehr Zeit für meine Familie und meine Hobbies, denn ich kann jetzt meine Dienste besser planen und bin deshalb auch nicht mehr so kaputt danach. Das ist schon ein Gewinn an Lebensqualität, mein Leben ist einfach entspannter.

Außerdem ist die Bezahlung attraktiv, ich fühle mich wertgeschätzt und habe die Möglichkeit, an Fortbildungsmöglichkeiten teilzunehmen. Das war im Krankenhaus aus Personalmangel oft nicht möglich, obwohl es absolut notwendig ist.

Nachteile sind mir noch keine aufgefallen. Außer dass man als Leihpflegekraft vielleicht weiter weg zu Einsätzen fahren und dort auch übernachten muss, wobei mir das noch nicht passiert ist, da ich bisher immer Einsätze in der Nähe bekommen habe. 

Was gefällt Ihnen speziell an der Zusammenarbeit mit Hire a Nurse?

Mir gefallen die gute Organisation, das gute Teamwork, die zeitgerechte Bezahlung und die hohe Wertschätzung. Meine Ansprechpartnerin kümmert sich um alles, wir telefonieren kurz miteinander und sprechen die Einsätze ab.

Im Grunde ernte ich jetzt die Früchte meiner Ausbildung und Erfahrung und kann mein Wissen entsprechend auf dem Markt anbieten. Davon profitiere ich, aber auch die Kliniken.

Was erwartet die Pflegekräfte, Ihrer Meinung nach, wenn sie in Leiharbeit wechseln und welche Fähigkeiten sollten sie mitbringen?

Erwarten tun sie in jedem Fall eine bessere Wertschätzung und Vergütung sowie die Möglichkeit, ihre Freizeit selbst zu gestalten.

Mitbringen sollten sie Offenheit und Kommunikationsfähigkeit. Wenn man das mitbringt, dann kommen die festen Mitarbeiter auch und erklären gerne. Außerdem sollten sie einen gewissen Erfahrungsschatz haben, wenn sie in die Leihpflege gehen.

Wie erleben Sie Ihre Dienste in den verschiedenen Einrichtungen?

Unterschiedlich. In manchen Krankenhäusern ist es anfangs eher schwierig, da sie denken, dass Leihkräfte lange zur Einarbeitung brauchen. Die haben dann Erfahrungen mit Leihkräften gemacht, die fachlich nicht so gut waren. Das trifft auf mich aber nicht zu: ich brauche ein bis maximal zwei Tage zur Einarbeitung, dann weiß ich wie der Hase läuft. Aber, wie gerade schon gesagt, man sollte  einen gewissen Erfahrungsschatz haben, wenn man in die Leihpflege geht.

Es ist auch wichtig, dass man auf die Leute zugeht und sie im Zweifel fragt. Ich bin ein offener Typ und kann mich schnell integrieren, aber wenn etwas nicht läuft, bitte ich darum, es offen anzusprechen.

Man führt auch hin und wieder ein Fachgespräch und kann seine Erfahrungen gegenseitig austauschen. Aber dass die Krankenhäuser Ideen oder Anregungen übernehmen, ist eher die Ausnahme. Die Pflegekräfte vor Ort sagen aber oft zu mir: „Gut, dass du hier bist“ oder „Wir sind froh, dass wir dich haben“ und es kommt auch schon einmal ein Lob vom Team.

Aus den Einrichtungen hört man öfter, dass sich die Leihpflegekräfte die besten Dienste aussuchen und nicht alles machen wollen. Was sagen Sie dazu?

Wenn ich irgendwo hinkomme, dann möchte ich alles können und machen: auch Kurve schreiben, saubermachen oder auffüllen.

Aber bei den Diensten möchte ich entscheiden, deshalb bin ich ja Leihpfleger geworden. Ich mache am liebsten Frühdienste, weil da am meisten los ist. Aber auch Spätdienste und auch mal Nachtdienste, aber nicht mehr sieben am Stück, sondern nur zwei.

Wie flexibel einsetzbar sind Sie?

Ich bin überall einsetzbar, egal ob in der Anästhesie oder in der Notaufnahme - ich bin ja auch Notfallsanitäter. Ich kann auf der IC arbeiten und in den Steri gehen, was von den Kliniken auch gerne ausgenutzt wird. Letzte Woche war ich zum Beispiel die ganze Zeit im Saal, obwohl ich eigentlich auf der ITS arbeiten sollte.

Können Sie das etwas genauer beschreiben? Unter welchen Umständen würden sie zurückgehen?

Nur, wenn sie mir eine ordentliche Work-Life-Balance bieten könnten, wenn gut ausgebildetes Fachpersonal da wäre und die Dienste ausreichend besetzt wären. Ich habe nichts dagegen, wenn es mal stressig ist, aber der permanente Stress ist halt schlecht, der macht krank. Es gibt viele mit Burn-out oder Schlafproblemen. Die Wertschätzung muss viel höher sein und natürlich muss auch die Bezahlung besser werden.

Meinen Sie, dass Sie noch lange in der Pflege arbeiten werden?

Definitiv, ich halte mich mit Sport fit. Nach dramatischen Diensten muss man aber auch herunterkommen können und das Erlebte nicht so an sich heranlassen.

Körperlich erschöpft war ich, als ich in der Klinik angestellt war. Das waren ja wirklich lange Dienste:  fünf Frühdienste, dann sechs Spätdienste, sieben Nächte am Stück. Das hat mich kaputt gemacht.  Jetzt lebe ich entspannter.

Ihre Ansprechpartner

Hire a Doctor Group
Saarbrücker Straße 24 +49 30 644 944 70
han@hireadoctor.de